Alles begann damals im Jahre 1911. Entdecken Sie hier die bewegte Geschichte Ihres Schuh + Sport HAAF. Klicken Sie hierzu unten durch die Jahre. In jedem Abschnitt können Sie Bilder ansehen. Klicken Sie auf die Bilder drauf um diese in groß anzusehen.

Das Jahr 1911 // Gründung der Firma Haaf

Der Schuhmachermeister Friedrich Karl Haaf aus Oberndorf/Bopfingen am Ipf im Schwäbischen heiratet Agathe-Walburga Albert aus dem Etzenbach, erwirbt das Haus Freihofgasse 4 (heute Volksbank) und eröffnet darin ein Schuhgeschäft.

Das Paar hatte sich 1908 kennen gelernt, als Friedrich, damals noch auf Wanderschaft als Schuhhandwerksgeselle, bei Schuhmachermeister Künstle für einige Zeit in Staufen arbeitete. Die beiden haben ein florierendes Geschäft mit Kundschaft aus der ganzen Umgebung. Im Laufe der ersten Jahre kann Schuhmachermeister Haaf Lehrlinge und Gesellen anstellen. Diese kommen meist aus den umliegenden Gemeinden, wohnen aber mit im Haus und werden auch verköstigt. Im Schuhgeschäft in der Freihofgasse, dass aus einem einzigen Raum besteht, werden braune und schwarze Schnürschuhe angeboten. Der Laden besitzt ein Schaufenster zur Straße hin und im Hinterhof eine Schuhmacherwerkstatt. Die Verkaufszeiten sind noch nicht so eindeutig geregelt und so kommt es oft vor, dass selbst an Heilig Abend oder an Ostern Kunden zu ungewöhnlichen Tageszeiten kommen, um Schuhe wieder umzutauschen. Da sind Toleranz und Kundenfreundlichkeit gefragt!

Bilder:

  1. Das Schuhhaus in der Freihofgasse 4
  2. Hochzeitsfoto von Friedrich und Agathe Haaf 1911
  3. Anzeige Schuhgeschäft Friedrich Haaf

Die HAAF Jahre 1921 bis 1925

1921 wird Sohn Fritz geboren. Außerdem feiert die Familie das zehnjährige Geschäftsjubiläum.

1925, vier Jahre später kommt Tochter Liesel zu Welt. Inzwischen hat sich die Schuhauswahl um Arbeitsschuhe und Gummistiefel für Handwerker und Landwirte erweitert. Als einer der ersten erwirbt der Schuhmachermeister den begehrten Alleinverkauf von Salamder-Schuhen.In der Werkstatt geht es stets munter und umtriebig zu. Oft ertönt der sonore Bass von Friedrich Haaf. Er ist leidenschaftlicher Sänger im Staufner „Liederkranz“ sowie im evangelischen Kirchenchor. Außerdem ist er auch 30 Jahre lang Mitglied im evangelischen Kirchengemeinderat.

Bilder:

  1. Anzeige von 1912
  2. Friedrich Haaf mit Lehrlingen und Gesellen
  3. In der Schuhwerkstatt

Die HAAF Jahre 1940 bis 1947

1940-1945: Während des Zweiten Weltkrieges betreibt Friedrich Haaf das Geschäft weiter, da er wegen eines steifen Hüftgelenkes nicht eingezogen wird. Sein Sohn Fritz geht ihm zur Hand, bis er 1943 eingezogen wird. Tochter Liesel hat bei Salamander in Freiburg eine Ausbildung zu Schuhfachverkäuferin gemacht und hilft auch in späteren Jahren immer wieder im Betrieb mit. Bei Kriegsende und mit Einmarsch der Franzosen wird der Laden geplündert. Während der französichen Besetzungszeit läuft das Geschäft nur schleppend.

1947 heiratet Fritz Haaf Elisabeth Zähringer und geht bei seinem Vater in die Lehre, um das Schuhmacherhandwerk zu erlernen und das Geschäft auszubauen. Sein in amerikanischer Kriegsgefangenschaft begonnenes Studium der Forstwirtschaft „hängt er an den Nagel“, da in dieser Zeit die Chancen, eine Stellung als Förster zu erhalten, äußerst gering sind.

Bilder:

  1. Liesel und Agathe Haaf 1943
  2. Hochzeitsfoto Elisabeth und Fritz Haaf 1947

Die HAAF Jahre 1948 und 1949

Ganz überraschend stirbt 1948 der Firmengründer Friedrich im Alter von 63 Jahren.

Der erste Sohn Wilfried kommt zur Welt.

Sein Sohn Fritz legt 1949 vorzeitig die Meisterprüfung ab, um das Geschäft und die Lehrlinge halten zu können. Sein Meisterstück sind ein paar rote Lederstiefel, die er selbst an Fasnacht immer mal wieder trägt, da sie vom Auftraggeber nie abgeholt wurden. Seine Frau Elisabeth hat inzwischen die Büroarbeiten und die Buchhaltung übernommen.

Der zweite Sohn Eberhard wird geboren.

Bilder:

  1. Das Ehepaar Friedrich und Agahte in späteren Jahren
  2. Ausnahmebewilligung zur Meisterprüfung von Fritz Haaf

Die HAAF Jahre 1951 bis 1953

Das junge Paar kauft 1951 das Eckhaus Hauptstrasse 66 von Frau Melber, die darin einen Gemischtwarenladen betrieben hat. Das Häuschen mit Walmdach, an dessen Stelle in alten Zeiten der Staufener Torturm stand, wird komplett umgebaut. Frau Melber behält auf Lebenszeit eine Wohnung im Dachgeschoss und bekommt dazu jeden Sonntag eine warme Mahlzeit. So war es im Kaufvertrag vereinbart. In bester Staufener Geschäftslage befindet sich nun ein lang gestreckter Verkaufsraum mit fünf Stühlen zur Anprobe. Zusätzlich wird ein repräsentatives Schaufenster im gegenüberliegenden Haus Gerspacher angemietet. Das Haus in der Freihofgasse dient nach wie vor als Lagerraum. Auch die Reparaturwerkstatt befindet sich noch dort. Im selben Jahr wird der dritte Sohn Raimund geboren. Elisabeth Haaf beginnt nun im Geschäft mitzuarbeiten. Sie hilft im Verkauf und ist für die Bestellungen der neuen Sortimente zuständig. Fritz Haaf hat währenddessen einen erfolgreichen Versandhandel gestartet, indem er Handwerksbetriebe und Bauunternehmen anschreibt und so Bestellungen für Arbeitsschuhe entgegennimmt. Sein Monatslohn beträgt zu dieser Zeit zwischen 180 und 250 DM. Auch Fritz Haafs Schwester Liesel hilft bei Bedarf im Geschäft aus und ist für die Dekoration der Schaufenster zuständig.

1953 rufen Fritz Haaf und einige andere Staufner Geschäftsleute den Gewerbeverein wieder ins Leben, der 1934 der „Gleichschaltung“ zum Opfer gefallen war. Am 1. September beginnt das erste Lehrmädchen, Margarete Obert geb. Burg, seine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau im Hause Haaf.

Ende des Jahres wird der vierte Sohn Albrecht geboren.

Bilder:

  1. Haus Melber bei der St.-Anna-Prozession
  2. Plan des Hauses Melber von 1907
  3. Das neue Geschäftshaus 1952

Die HAAF Jahre 1957 und 1958

1957-1958 erweisen sich erneut die Räumlichkeiten als zu beengt, weshalb man das Eckhaus aufstockt, um Platz zu schaffen für einen Lagerraum, eine Büroecke, eine Kinderschuhabteilung und eine Dachgeschosswohnung für „Tante“ Frieda und Tochter Elfriede Klingler. Die Firma Haaf ist eines der ersten Mitglieder im Salamander-Einkaufsverbund und kann nun über Kornwestheim auch ausländische Schuhe zu einem günstigen Einkauspreis beziehen. Mit dem Aufkommen der ersten Großversandhäuser in Deutschland wird der eigene Versandhandel unrentabel und schließlich aufgegeben. Im Gegenzug richtet Fritz Haaf Verkaufsstellen bei Schuhmachern in der Umgebung ein, die regelmäßig beliefert werden. So gibt es zum Beispiel Verkaufstellen bei den Schuhmachern Schmutz in Ehrenstetten, Wangler in Au, Dorst in Waltershofen, Selinger in Merdingen, Disch in Rimsingen und bei Riesterer in Tunsel. Insegsamt sind es bis zu 13 Stellen zwischen Staufen und Freiburg.

Bilder:

  1. Baustellenschild am Geschäftshaus 1957
  2. Umbau in der Hauptstraße 1957
  3. Umbau „Auf dem Graben“ 1957
  4. Richtfest 1958

Die HAAF Jahre 1961 und 1962

1961 wird das Haus Freihofgasse 4 an die Volksbank Staufen verkauft, die ihr Bankgebäude an der Ecke – zusammen mit dem Haus Stoll – zu vergrößern beabsichtigt.

1962 nimmt die Firma Haaf nun auch Wintersportartikel ins Sortiment auf. Ausschlaggebend ist das große Interesse der vier Söhne am Skifahren. Die Schuhwerkstatt muss der Sportabteilung weichen: Das Sporthaus Haaf ist geboren.

Bilder:

  1. Fritz Haaf 1961
  2. Elisabeth und Fritz Haaf auf Skiern
  3. Elisabeth und Fritz Haaf
  4. Die Haaf Söhne auf dem Weg zum Belchen

Die HAAF Jahre 1963 bis 1967

1963 folgte die Gründung der Skischule, die unter Anleitung eines staatlich geprüften Lehrers bis zu fünfzig Skilehrer in der Saison beschäftigt. Auch die Söhne geben Skiunterricht. Vater Fritz kümmert sich um die Organisation, das ausgiebige Rahmenprogramm und die Busse ins Münstertal, die die Schüler aus 35 Orten in der ganzen Umgebung abholen. Von nun an fahren Fritz und Elisabeth Haaf einmal jährlich zur Wintersportmesse, zunächst Wiesbaden, später dann nach München.

1967 verstirbt die Firmengründerin Agathe Haaf. Sie hat bis zum Tod im Verkauf und an der Kasse mitgearbeitet. Regina Zirlewagen – bis heute im Team dabei – beginnt ihre Lehre bei der Firma Haaf.

Bilder:

  1. Skischul-Leiter Sepp Zimmermann weist die Skilehrer ein
  2. Skiunterricht 1971

Die HAAF Jahre 1968 bis 1970

1968 platzen die Geschäftsräume wieder aus allen Nähten. Glücklicherweise kann die Familie das angrenzende Zweifamilienhaus der Familie Gutmann „Auf dem Graben“ kaufen. Erneut folgt ein groß angelegter Umbau. Beide Häuser werden miteinander verbunden. Es entstehen eine geräumige Sportabteilung und zusätzliche Lagerräume.

1970 gibt es nach Umbauende eine große Eröffnungsfeier. Im selben Jahr tritt Sohn Raimund in die Firma ein. Nun gewinnen die Sportbereiche Ski, Tennis und Windsurfen größere Bedeutung. Brigitte Kautschor beginnt am 1. September ihre Ausbildung und ist bis heute eine tragende Kraft im Team.

Bilder:

  1. Fritz Haaf 1968
  2. Betriebsausflug 1970
  3. Raimund Haaf 1973

Das HAAF Jahr 1971

1971, im Jahr des 60-jährigen Geschäftsjubiläums verstirbt Frtz Haaf überraschend im Alter von nur 49 Jahren an einem Herzinfarkt. Nicht nur seine Familie, sondern ganz Staufen steht unter Schock. Der ideenreiche und vitale Geschäftsmann hinterlässt eine große Lücke. Neben seinem nimmermüden beruflichen Engagement hat er auch als langjähriges Mitglied des Gemeinderates und der Freiwilligen Feuerwehr Verantwortung für seine Heimatstadt übernommen. Außerdem war er über 30 Jahre lang Mitglied des Männergesangvereins „Liederkranz“ und unterstütze den Volksbund Kriegsgräberfürsorge. Als langjähriger Vorsitzender des Gewerbevereins erwarb er sich große Verdienste beim Aufbau des Staufener Fremdenverkehrs. Die ganze Familie packt mit an, damit Geschäft und Skischule weiterlaufen. Sohn Eberhard unterbricht sein Jurastudium für zwei Semester. Auch Liesel Hoerth geb. Haaf unterstützt die Firma wieder sehr tatkräftig. Es folgt der zweite Bauabschnitt, bei dem der Eingangsbereich und die Schaufenster neu gestaltet werden.

Bilder:

  1. Todesanzeige Fritz Haaf
  2. Schuhabteilung 1971

Die HAAF Jahre 1972 bis 1977

1972 wird die Firma Haaf Mitglied im Einkaufsverbund Zentrasport, der 1983 in der Intersport-Gruppe aufgeht.

1974 wird bei einem weiteren kleinen Umbau die Schuhreparaturwerkstatt komplett aufgelöst. Manfred Retsch übernimmt die Leitung der Skischule.

1977 steigt Manfred Pflugfelder in die Firma ein und übernimmt die Leitung des gesamten Schuhbereichs. In ihm findet die Familie einen verlässlichen Partner mit großem Fachwissen. Seine unpfangreiche Kenntnisse erwarb er sich unter anderem als Geschäftsführer bei Salamander in München und Frankfurt. Im gleichen Jahr wird eine Sportfiliale in der Breisacher Neutorstraße eröffnet.

Bilder:

  1. Manfred Pflugfelder 1982
  2. Sporthaus Haaf in Breisach 1977

Die HAAF Jahre 1980 und 1981

1980 wird in Breisach die erste Schuhfiliale in den Räumen des ehemaligen Schuhgeschäftes Nunninger eröffnet. In der neu errichteten Heitersheimer Tennishalle wird eine kleine Tennisboutique gegründet, die zehn Jahre lang betrieben wird.

1981 erweist sich wieder einmal das Staufener Geschäftshaus als zu klein, und so wird ein Teil des Nachbarhauses in der Hauptstraße angemietet. Mit Hilfe des Architekten Dieter Poppe erfolgt ein neunmonatiger Großumbau. Wo früher das Elektrogeschäft Löffler/ Maldinger war, entsteht ein Zwischenbau, in dem die Schuhabteilung ihren neuen Platz findet. Das Haus erhält nun seine heutige Arkaden-Fassade. Im Inneren werden die Abteilungen übersichtlicher angeordnet, auch eine neue Kinderschuhabteilung mit dem beliebten Katz-und-Maus-Karusell entsteht. Am 1.Oktober feiert man, zusammen mit dem 70-jährigen Geschäftsbestehen, die Neueröffnung. Das nun noch attraktivere Geschäft wird von der Kundschaft gut angenommen. Auch der Fremdenverkehr gewinnt an Bedeutung.

Bilder:

  1. Schuhaus Haaf in Breisach 1980
  2. Abrissarbeiten in Staufen 1981
  3. Schutthaufen 1981

Das HAAF Jahr 1982

1982 wird aus der Haaf KG eine GmbH. Neben Elisabeth und Raimund Haaf tritt auch Manfred Pflugfelder als Gesellschafter ein. Er übernimmt den Posten des Geschäftsführers für Schuhe, Raimund Haaf für den Sportbereich.

Bilder:

  1. Staufener Geschäftshaus 1982
  2. Staufener Textilabteilung 1982
  3. Staufener Surfabteilung 1982

Das HAAF Jahr 1984

1984 wird die Innenstadt mit dem Kunden-Gutscheinspiel „De Fueßgänger isch Trumpf“ zur Fußgängerzone eingeweiht. Seitdem lädt die historische Innenstadt vermehrt zum Bummeln und Einkaufen ein.

Bilder:

  1. Fußgängerzone Staufen
  2. Das Kunden-Gutscheinspiel „De Fueßgänger isch Trumpf“ 1984

Das HAAF Jahr 1985

1985 haben Brigitte Kautschor und Angela Rasquin immer viel Spaß daran, Modenschauen zu organisieren, die zur damaligen Zeit noch nicht an der Tagesordnung sind. Zusammen mit dem TC Ehrenkirchen wird in diesem Jahr die ganze Kirchberghalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Mitarbeiter stellen sich dabei gern als Models zur Verfügung.

Bilder:

  1. Modenschau mit Hannes Kircher 1985
  2. Modenschau in Breisach 1993
  3. Modenschau mir den Kindern von Herrn Pflugfelder 1985
  4. Modenschau in Staufen auf dem Marktplatz 1997

75 Jahre HAAF // Das Jahr 1986

1986 kann die Firma mit 30 Mitarbeitern ihr 75-jähriges Jubiläum mit einem Festakt im Martinsheim feiern. Einige der noch heute tätigen Mitarbeiter sind da bereits „alte Hasen“, so zum Beispiel Regina Zirlewagen (1967), Brigitte Kautschor (1970) und Francine Branas, die seit der Eröffnung des Schuhhauses in Breisach 1980 dort Filialleiterin ist. Auch Angela Rasquin (1980), Babara Zimmermann und Petra Schelb (beide seit 1981) und Renate Schwald (1982) sind heute noch im Team. Angela Rasquin und Brigitte Kautschor sind seit vielen Jahren für den Textileinkauf verantwortlich. Die jährlichen Betriebsausflüge tragen auch zum guten Betriebsklima bei. Von Wanderungen im Schwarzwald und in den Alpen, Radtouren und Bootsfahrten auf dem Altreihn bis zu „Mutproben“ im Klettergarten wird viel gemeinsam erlebt. Auch die Weihnachtsfeiern erfreuen sich großer Beliebtheit und ermöglichen ein näheres Kennelernen.

Bilder:

  1. Lokomotive zum 75-jährigen Jubiläum
  2. Das Team im Jubiläumsjahr 1986
  3. Zeitungsartikel zum 75-jährigen Jubiläum

Der Brand // Das HAAF Jahr 1992

1992 erneuter Umbau im Haupthaus in Staufen: Die Mitarbeiter- und Büroräume werden komplett renoviert. Im angrezenden Stubenhaus wird ein Lagerraum angemietet. Als diese Arbeiten gerade abgeschlossen sind, geschieht das Unfassbare: Am 19. März, dem Josefstag, zünden Unbekannte einen vor den Schaufenstern lagernden Sperrmüllhaufen an. Schon bald steht das gesamte Geschäftshaus in Flammen! Die Schaufenster platzen und das Feuer frisst sich bis unters Dach. Der gesamte hintere Geschäftsteil brennt aus und auch im Vorderhaus ist die Zerstörung groß. Da das Feuer schon im Begriff steht auf das Stubenhaus überzugreifen, besteht die Gefahr für einen Großteil der Altstadt. Insgesamt sind über ein Dutzend Feuerwehren von Freiburg bis Müllheim und Schönau im Einsatz. Mit vereinten Kräften wird der Brand nach bangen Stunden unter Kontrolle gebracht. Am nächsten Morgen bietet sich allen ein Bild der Verwüstung. Was noch an Schuhen aus dem Laden gerettet werden kann, wird in einem „Brandverkauf“ in einer aufgegebenen Schreinerei im Staufener Gewerbegebiet angeboten. Unverzüglich befassen sich Raimund Haaf und Manfred Pflugfelder mit der Planung für den Wiederaufbau. Im Gaisgraben 9 wird 18 Monate lang ein Sportgeschäft betrieben. Heute befindet sich dort das „Quick“-Schuhgeschäft. Für den Schuhverkauf wird der vordere Teil des ausgebrannten Geschäfts in der Hauptstraße notdürftig hergerichtet. Der hintere Gebäudeteil „Auf dem Graben“ wird abgerissen. Für Elisabeth Haaf ist dies der Zeitpunkt, sich im Alter von 70 Jahren aus dem Geschäft zurückzuziehen. Über 45 Jahre lang hat sie – neben dem Haushalt un der Erziehung der vier Söhne – mit viel Fleiß das Geschäft geführt. Mehr als 20 Jahre lang musste sie ohne ihren „Fritz“ die Geschicke der Firma leiten. Der Brand und der anschließende Wiederaufbau schweißen das Mitarbeiterteam noch stärker zusammen. Zum Dank und zur Erholung von den Strapazen unternehmen alle einen gemeinsamen Firmenausflug nach Tunesien. Dort wird weiter über das Aussehen des neu zu bauenden Geschäfts beraten. Danach wird der Wiederaufbau in Angriff genommen, der sich jedoch durch die Ausgrabungen mitteralterlicher Scherbenfunde verzögert, die zuerst geborgen werden müssen. Außerdem sind 23 Planungsentwürfe notwendig, um Stadtbauamt, Denkmalschutz und Landratsamt zu überzeugen.

Bilder:

  • In der Brandnacht 1992
  • Collage Brand 1992
  • Die Baugrube 1992

Wiederaufbau // Das HAAF Jahr 1993

Am 2.September 1993 feiert man nun endlich die Wiedereröffnung – eineinhalb Jahre nach dem Brand. Viele Gratulanten kommen und Elisabeth Haaf hält die Festrede. Heute erinnert eine angeschmorte Kasse, die im Geschäft ausgestellt ist, an den Brand. Nun wird eine Kundenkarte eingeführt, die es bis heute gibt. Inzwischen nutzen über 25 000 Kunden dieses Bonussystem. Im Rückblick eröffnete erst der Brand die Möglichkeit, mitten in der Altstadt ein so großes, modernes Geschäftshaus zu gestalten. Im selben Jahr werden einige neue Mitarbeiter eingestellt, u.a. die Büroleiterin Martina Heidke, die inzwischen aktiv in der Geschäftsleitung mitarbeitet.

Bilder:

  1. Architekt Dieter Poppe und Raimund Haaf bei der Eröffnungsfeier
  2. Textilabteilung bei der Neueröffnung 1993
  3. Sportabteilung bei der Neueröffnung 1993
  4. Das Team bei der Neueröffnung 1993

Die HAAF Jahre 1997 bis 2003

1997 feiert man im Breisacher Sporthaus bereits das 20-jährige Jubiläum.

Im März 2000 wird in Müllheim eine große Sportfiliale „Intersport Haaf“ eröffnet. Auf 600 Quadratmetern Verkaufsfläche verteilt auf zwei Etagen kann das ganze Sortiment übersichtlich päsentiert werden. Das Geschäftshaus liegt in der neu angelegten Fußgängerzone in der Wilhelmstraße. Die Filiale hat unter anderem auch eine moderne Skiwerkstatt, das „Markgräfler Servicecenter“, in der im Winter bis zu drei Monteure die Ski- und Snowboardausrüstungen präparieren. Filialleiter ist Jörg Lübcke, der bereits auf 24 Jahre Firmenzugehörigkeit zurückblicken kann.

2003 wird die Skischule 40 Jahre alt und hat in dieser Zeit etwa 15000 Sportlern das Skifahren, Snowboarden oder Skilanglaufen beigebracht. Über 1000 Sportler- zumeist Schüler bzw. Sportstudenten aus Freiburg- wurden zu Lehrern oder Hilfskräften ausgebildet. Außerdem hat die Skischule bis 2008 fünfzehn Jahre lang Jugendfreizeiten in den Alpen angeboten. Bis zu 70 junge Skifahrer oder Snowboarder verbrachten ihre Weihnachtsferien in unterschiedlichen Alpenregionen.

Die HAAF Jahre 2005 bis 2008

2005 wird die erste „Intersport-Nordic-Walking-Schule“ Deutschlands wird im April gegründet. Die Leitung der sieben hierfür ausgebildeten Trainerinnen und Trainer übernimmt Brigitte Kautschor, Leiterin der Filiale Müllheim.

Außerdem erhält Martina Heidke Prokura.

2008 rückt der Ruhestand von Manfred Pflugfelder näher, und so holt man sich bereits 2008 seinen späteren Nachfolger Nikolaus Schneider ins Boot, der zuvor in Lahr und Emmendingen Erfahrung in der Leitung von Intersporthäusern gesammelt hat. In Breisach wird das Schuhhaus umgebaut. Am 17.März kann man dann die Eröffnung der neuen Intersportfiliale mit 225 Quadratmetern Verkaufsfläche feiern, die von ihrem bisherigen Standplatz in der Neutorstraße drei Häuser weiter ins Erdgeschoss des Hauses der Familie Ehrlacher zieht. Im Oktober ist das Staufener Geschäftshaus wiederholt an der Reihe. In nur zehn Tagen werden alle vier Etagen neu gestaltet. Der Eingangsbereich wird vergrößert, ein neuer Bodenbelag verlegt, die Schuhabteilungen bekommen ein neues Gesicht. Die Sporttextilien und Hartwaren werden von nun an in Erlebnisbereichen präsentiert, was die Übersichtlichkeit für den Kunden deutlich verbessert. Zuletzt werden Technik und EDV auf den neusten Stand gebracht, wodurch sich das Netzwerk der Filialen vereinfacht und so Kundenwünsche noch besser befriedigt werden können. Im selben Jahr beendet Raimund Haaf seine seit 2001 bestehende Tätigkeit als Vorsitzender des Staufener Gewerbevereins. Er ist dahin maßgeblich an den bekannten Veranstaltungen wie „Wein & Musik“, Oldtimertag, „Altstaufener Weihnachtsmarkt“, „Modemeile“ und „Stages“ beteiligt.

Die HAAF Jahre 2009 und 2010

2009 eröffnet die Firma Haaf auf 170 Quadratmetern Verkaufsfläche eine Schuhfiliale in der Müllheimer Fußgängerzone – im ehemaligen Schuhgeschäft Graf, dessen Ära nach 97 Jahren zu Ende geht. Nach 33 Jahren Betriebszugehörigkeit feiert Manfred Pflugfelder im Alter von 60 Jahren seinen Ausstieg aus der Firma mit einem großen Fest. Alle Mitarbeiter und auch die Seniorchefin Elisabeth Haaf sind zugegen. Manfred Pflugfelder hat sich mit seinem unermüdlichen Arbeitseinsatz und seiner Zuverlässigkeit ein Denkmal im Hause Haaf gesetzt. Nach arbeitsreichen Jahren freut er sich auf die gemeinsame Zeit mit seiner Familie und auf seine sportlichen Aktivitäten.

2010 hat die Firma Haaf hat 60 Mitarbeiter und ist nicht nur Mitglied im Intersport-Verbund mit über 4000 Mitgliedsfirmen in ganz Europa, sondern mit ihrer Schuhabteilung auch im Ariston-Nordwestring Mitglied, von dem sie die Auszeichnung „Best-Partner“ für gute Präsentation und Beratung erhalten hat.

100 Jahre HAAF // Das Jahr 2011

2011 feiert die Firma Haaf den 100.Geburtstag mit den heutigen und früheren Mitarbeitern. Sie sind es, die mit ihrem Einsatz und ihrer Loyalität für den Erfolg des Hauses Haaf sorgen. Mit heute fünf Häusern reicht das Einzugsgebiet der Firma von Freiburg bis Basel, vom Münstertal bis Breisach und über den Rhein bis ins Elsass.

Das Haaf-Team bedankt sich bei allen Kunden für die langjährige Treue und die vielen schönen Begegnungen.

Und heute?

Heute führen wir traditionsreich den Erfolg unserer Filialen fort und begeistern Sie mir unserem Wissen und unserer Expertise, wo wir nur können. Kommen Sie in einer unserer 5 Filialen vorbei und lassen Sie sich von einer unserer Experten individuell beraten.

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