Gründung der Firma Haaf

1911

Der Schuhmachermeister Friedrich Karl Haaf aus Oberndorf/Bopfingen am Ipf im Schwäbischen heiratet Agathe-Walburga Albert aus dem Etzenbach, erwirbt das Haus Freihofgasse 4 (heute Volksbank) und eröffnet darin ein Schuhgeschäft.

Das Paar hatte sich 1908 kennen gelernt,als Friedrich,damals noch auf Wanderschaft als Schuhhandwerksgeselle, bei Schuhmachermeister Künstle für einige Zeit in Staufen arbeitete. Die beiden haben ein florierendes Geschäft mit Kundschaft aus der ganzen Umgebung. Im Laufe der ersten Jahre kann Schuhmachermeister Haaf Lehrlinge und Gesellen anstellen. Diese kommen meist aus den umliegenden Gemeinden, wohnen aber mit im Haus und werden auch verköstigt. Im Schuhgeschäft in der Freihofgasse, dass aus einem einzigen Raum besteht, werden braune und schwarze Schnürschuhe angeboten. Der Laden besitzt ein Schaufenster zur Straße hin und im Hinterhof eine Schuhmacherwerkstatt. Die Verkaufszeiten sind noch nicht so eindeutig geregelt und so kommt es oft vor, dass selbst an Heilig Abend oder an Ostern Kunden zu ungewöhnlichen Tageszeiten kommen, um Schuhe wieder umzutauschen. Da sind Toleranz und Kundenfreundlichkeit gefragt!

Bilder:

Das Schuhhaus in der Freihofgasse 4

Hochzeitsfoto vonfriedrich und Agathe Haaf 1911

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